Der sagenhafte Aldi-Gründer
stern.de, 28.07.2010
Keine
Skandale, keinen Klatsch, keine Fotos: Die Aldi-Gründer Karl und Theo
Albrecht gehören zu Deutschlands reichsten Unternehmern. Jetzt ist
Theodor Albrecht im Alter von 88 Jahren gestorben.
Es
war ein Novemberabend 1971, der Theo Albrecht endgültig das Licht der
Öffentlichkeit scheuen ließ. Gegen 19 Uhr verließ der damals 49-Jährige
in Essen die Zentrale von Aldi-Nord...
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Sicher durch Unsicherheit?
Süddeutsche Zeitung, 30.11.2009
Das
Verkehrskonzept „Shared Space“ ist gerade in Mode. Doch der „geteilte
Raum“ ist mehr als der Verzicht auf Schilder, auch Kritik wird lauter.
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Körperkrimi im Kaffeehaus
Als
der Künstler Gerald Uhlig-Romero eine Spenderniere benötigt, rettet ihm
sein berühmtes „Café Einstein Unter den Linden“ in Berlin buchstäblich
das Leben. > mehr
Reine Gefühlssache
Süddeutsche Zeitung, 10. August 2009
Blinde und Sehbehinderte erfüllen sich den Traum vom Autofahren und geben selbst ihren Fahrlehrern noch gute Tipps. > mehr
Vier Sterne warten aufs Wasser
brand eins 8/2009
In hohem Alter wagt der Unternehmer Gerold Schellstede sein fantastisches Projekt: ein Seehotel. Noch ohne See.
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Im Fahrwasser des Herrn
Süddeutsche Zeitung, 15. Juni 2009
Binnenschiffer-Pfarrer Fedor Pfistner kümmert sich auf Havel, Spree und Dahme um das Seelenheil der Menschen an Bord.
"Da
ist sie ja, die Anny", sagt Fedor Pfistner und freut sich, dass er die
frischgestrichene Dame gefunden hat. Der Mann mit der schwarzen
schulterlangen Mähne steht von seinem Kapitänsstuhl auf und wirft das
Ruder herum.
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Im Keller der Kanzlerin
Süddeutsche Zeitung, 20. April 2009
Nach 13 Jahren Bauzeit soll die U-Bahnlinie 55 in Berlin nun Anfang August endlich in Betrieb genommen werden.
Sie
ist zwar ein Neubau, die Berliner U-Bahn 55, doch was hat sie nicht
alles an Geschichte und Geschichten auf dem Buckel, bevor sie überhaupt
einen Meter gefahren ist. Und sie hat, wie das in Berlin so üblich ist,
schon einen Spitznamen: Kanzler-U-Bahn. So wird die unterirdische Trasse
genannt, weil sich einst Bundeskanzler Helmut Kohl für ihren Bau
eingesetzt hatte, verbunden mit weitreichenden Finanzierungszusagen.
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Spitzelaffäre bei der Bahn
Onkel Mehdorn will nicht gehen
stern.de, 27. März 2009
Am
Ende eines turbulenten Tages lehnt Bahnchef Hartmut Mehdorn einen
Rücktritt wegen der Spitzelaffäre kategorisch ab. "Alles nicht
strafrechtlich relevant", lautet seine Verteidigungsstrategie. Doch
Mehdorn erscheint dabei nicht mehr ganz so kämpferisch wie früher.
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MS Europa
Job mit Meerwert
Tagesspiegel, 27. September 2008
Von
der Jannowitz- auf die Luxusschiffbrücke: Ein Berliner hat sich seinen
Jungentraum erfüllt und ist Kapitän der MS Europa. Einst lernte er bei
der DDR-Handelsmarine.
Es
ist der Abend, an dem Hände zu seinem Beruf gehören, viele Hände, etwa
400. Und alle wollen geschüttelt werden. Hagen Damaschke lässt keine
aus. > mehr
Kurt Becks Rücktritt
Angst und Schrecken am Schwielowsee
stern.de, 8. September 2008
Kurt
Becks Rücktritt kam für viele überraschend, vor allem für seine eigenen
Parteikollegen. Tatsächlich fiel seine Entscheidung plötzlich - nachdem
er in den Stunden und Tagen zuvor zahlreiche Demütigungen ertragen
musste. stern.de zeichnet die Ereignisse nach.
Vielleicht
begann der Ärger für Kurt Beck schon im Laufe der vergangenen Woche.
Franz Müntefering feierte im Münchner Hofbräukeller ein viel umjubeltes
Polit-Comeback. Dutzende Fernsehkameras waren da, Fotografen rissen sich
um den Sauerländer. Eine Dreiviertelstunde redete er über die SPD und
Bayern, holte weit aus, zitierte Willy Brandt und Helmut Schmidt, lobte
Gerhard Schröders Agenda-Politik und nannte den bayerischen
SPD-Spitzenkandidaten Franz Maget einen "Grund, die SPD zu wählen". Nur
Kurt Beck erwähnte Müntefering mit keiner einzigen Silbe.
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Hinter den Kulissen der MS Europa
Saubere Sache
Süddeutsche Zeitung, 6. September 2008
Strenge Regeln und moderne Entsorgungstechnik an Bord von Passagierschiffen sollen die Meere schützen.
Es
ist ein Schiff, auf dem es zumindest für die Passagiere fast kein Nein
gibt: Ausflug mit dem Helikopter, Kaviar und Champagner nach Belieben.
An Bord der MS Europa alles kein Problem - die Mannschaft des derzeit
weltweit einzigen Fünf-Sterne-Plus-Kreuzfahrtschiffes erfüllt eigentlich
jeden Wunsch. Und so lässt sich das Flaggschiff der Hamburger Reederei
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gerne als Königin der Kreuzfahrtschiffe
bezeichnen. Aber auch eine Königin muss, nun ja, mal ins Bad.
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ARCHITEKTENTRÄUME
Die Sechs von der Urwaldbaustelle
Spiegel Online, 22. Juli 2008
Sag
mir, was du bauen willst, und wir entscheiden, ob was daraus wird: So
drehen Berliner Architekturstudenten die Usancen ihrer Branche um. Als
Jury beim Bauherren-Casting erwählten sie einen Auftraggeber - und der
lud sie gleich in den indischen Dschungel ein.
"Ich
habe das noch nicht richtig verstanden", sagt Florian Lippe und stützt
sich auf den langen weißen Tisch, auf dem die Kopie eines
Grundstücksplans und Blöcke mit ein paar hingekritzelten Notizen liegen.
Lippe blickt auf die Papiere und seufzt: "Das Projekt ist noch nicht
bei mir angekommen, ich muss noch drüber nachdenken." Das muss er sogar
dringend, denn gemeinsam mit fünf weiteren Architekturstudenten der
Berliner Universität der Künste (UdK) will Lippe in nur drei Tagen einem
Auftraggeber mindestens eine Idee für sein Grundstück entwerfen.
NPD-Verbot
Rechtsstaat zeigt im Nordosten Zähne
stern.de, 17. April 2008
Die
Innenminister aus Bund und Ländern diskutieren derzeit über die NPD.
Die SPD setzt auf ein neues Verbotsverfahren, die Union ist skeptisch -
größtenteils. In Mecklenburg-Vorpommern versucht der CDU-Innenminister
die Rechten mit einem Radikalenerlass aus Ämtern fernzuhalten.
Die
Orte Anklam, Ludwigslust und Neukalen in Mecklenburg-Vorpommern sind
idyllisch gelegen. Doch geht es dieser Tage dort politisch hoch her:
Gerade sind Funktionäre der rechtsradikalen Nationaldemokratischen
Partei Deutschlands (NPD) in Anklam (Ostvorpommern) und Ludwigslust mit
dem Versuch gescheitert, dort zu den Landratswahlen Mitte Mai
anzutreten.
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Friedensnobelpreisträger Yunus
"Die Finanzkrise macht mich krank"
stern.de, 11. April 2008
Der
Friedensnobelpreisträger und Geschäftsmann Muhammad Yunus wird wütend,
wenn er an das viele verschwendete Geld in der aktuellen Finanzkrise
denkt. "Ich träume nicht, ich tue etwas", sagt er und lebt mit seiner
Bank vor, wie Wirtschaft und soziale Verantwortung zusammenpassen.
Er
klingt recht sanft, dieser kleine, grauhaarige, ältere Herr Muhammad
Yunus, selbst wenn er sich offenbar aufregt. Doch die Position des
Friedensnobelpreisträgers des Jahres 2006 zur derzeitigen
Finanzmarktkrise ist deutlich: "Das macht mich krank", sagt er. > mehr
Direkte Demokratie
Mehr Macht für die Bürger
stern.de, 12. Februar 2008
In
Leipzig gegen den Stadtwerke-Verkauf, in Berlin für einen Flughafen:
Mit Volksentscheiden können Bürger über Dinge entscheiden, die ihnen
unter den Nägeln brennen. Doch allzu viel wollen sich die Politiker
nicht reinreden lassen. stern.de erklärt, was direkte Demokratie ist.
Jüngst
knallten die Korken von Schampus-Flaschen bei der
Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof (ICAT). Die Initiative
hatte es geschafft, schon gut zwei Wochen vor Ablauf einer Frist genug
Unterschriften von Menschen zu sammeln, die gegen eine Schließung des
mitten in Berlin gelegenen Flughafens sind. > mehr
Abora III
Kein Schiff wird kommen
Süddeutsche Zeitung, 6. September 2007
Dominique Görlitz wollte mit einem Schilfboot den Atlantik überqueren - nun hat er das Experiment abgebrochen.
Der
Versuch des Deutschen Dominique Görlitz, mit einem prähistorischen
Schilfboot den Nordatlantik zu überqueren, ist vorbei. "Wir haben
beschlossen, auf unser Begleitboot umzusteigen", sagte Görlitz der
Süddeutschen Zeitung am Mittwoch am Satellitentelefon.
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Steinzeit-Segeln
Schilf Ahoi!
Süddeutsche Zeitung, 30. Juli 2007
Dominique
Görlitz überquert derzeit auf dem Schilfboot Abora III den Atlantik.
Der "Experimental-Archäologe" aus Chemnitz will zusammen mit zehn
Mitstreitern belegen, dass es in der Steinzeit möglich war, auf einem
primitiven Boot den Ozean zu überqueren.
Auf
dem Weg von New York über die Azoren nach Spanien muss Görlitz gegen
Wind und Strömung ansegeln. Sein Vorbild, der norwegische Floßfahrer
Thor Heyerdahl, kam immer mit der Strömung voran. Die SZ hat Görlitz 350
Seemeilen (650 Kilometer) vom Festland entfernt am Satelliten-Telefon
erreicht.
SZ: Herr Görlitz, Sie segeln auf einem Schilfboot über den Atlantik. Wie wahnsinnig sind Sie eigentlich? > weiter
Doping
Bis zum blutigen Ende
Hamburger Abendblatt, 19. Juni 2007
Jörg
Börjesson hat jahrelang Anabolika geschluckt, um seine Muskeln zu
formen. Er hat seinen Körper zerstört. Die Gelenke sind kaputt, der
Magen ist es auch.
Auf den ersten Blick sieht Jörg Börjesson wie ein kräftiger Mann aus.
Stattliche 1,80 Meter ist er groß und wiegt beachtliche 100 Kilogramm.
Doch wenn sich der 41-Jährige bewegt, verflüchtigt sich der Eindruck
eines zupackenden Typen. Bedächtig wie ein Greis erklimmt er
Treppenstufen, sein Rücken krümmt sich dabei, denn er hat einen
Bandscheiben-Schaden, seine Gelenke sind kaputt, der Magen auch. Jörg
Börjesson ist ein Wrack. > mehr
Key West
Sprengt die Brücken!
MERIAN 01/2007
"Rettet
die Keys!" Mit solchen Parolen zeigen die Bewohner der Inselkette, dass
sie sich selbst genug sind - als tropisches Revier für Raubeine und
Romantiker, Aussteiger und Abenteurer.
Als
Jake Ferguson vor 18 Jahren auf die Florida Keys kam, wollte er
eigentlich auf die Bahamas. Einen Monat lang war er als 20-Jähriger von
New York aus nach Süden gesegelt. Als er in den Hafen von Key West
einlief, hatte er nur noch 40 Dollar in der Tasche. Nicht genug, um
weiterzufahren.…
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"Diese Webseite wäre schlecht für Kafkas Gesundheit"
Spiegel-Online, 21. Juli 2004
Vincent
van Quickenborne, 30, ist Staatssekretär für die Vereinfachung der
Verwaltung der belgischen Regierung. Von ihm stammt die Idee für die
Internetseite "Kafka.be" – einer "Meldestelle für umständliche
Amtswege", bei der die Belgier sich über unsinnige
Verwaltungsvorschriften beschweren konnten.
Herr
van Quickenborne, wie sind Sie denn ausgerechnet für eine Webseite
gegen den belgischen Amtsschimmel auf den Namen "Kafka.be" gekommen?
Nun,
er ist etwas ironisch. Aber durch den weltweit bekannten Namen kann man
auf ein sehr bekanntes Problem hinweisen: die komplizierte Verwaltung.
Herr Kafka hat als Schriftsteller vor langer Zeit über die Probleme
geschrieben, die wir als Individuen mit dem allmächtigen Staat haben.
Deshalb dachte ich, dass die Webseite mit dem Namen von Kafka ein gutes
Symbol für die Schlacht ist, die wir gegen den Aufwand mit Formularen
führen.
Wie kompliziert ist denn die Verwaltung in Belgien, dass Sie sie mit Kafkas Werken vergleichen?
Sie ist sehr kompliziert, weil die Erwartungen hoch sind. Jeder Mensch muss viele unterschiedliche Formulare ausfüllen.
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© Marcus Müller für alle Texte und Bilder
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